NAPOLEON BONAPARTE

Wir kennen alle die besondere Kopfbedeckung, die er immer quer auf dem Kopf trug, alle anderen hatte den Zweispitz zur Nase längs getragen, nur im Gefecht wurde er 90° gedreht, der besseren Sicht wegen.

 

Napoleons Markenzeichen war, dass er den Hut immer zu den Schultern gedreht, getragen hatte.

Geboren:
15. August 1769

Gestorben:
8. Mai 1821

Geboren in Korsika in einer kleinadligen Familie mit 12 Geschwistern. Seine Bildung erhielt er von einem Abbé (katholischem Priester) der ihn in Schreiben und Rechnen unterrichtete, wobei Mathematik seine grosse Stärke war.

1784 kam er auf die königliche Militärschule, wo er insbesondere seine mathematischen Fähigkeiten ausbauen konnte.

Ganz besonders interessierten ihn die grossen Helden der Geschichte, Alexander der Grosse und Julius Caesar. Er las auch sonst sehr viel. Seine Lektüre reichte von Romanen bis zu Lehrbüchern, von antiken Werken bis zu neuzeitlichen Werken. Daneben studierte er eine Reihe militärischer Standardwerke der Zeit. Als er sich später zunehmend für Politik interessierte, wurde Jean-Jacques Rousseau sein großes Vorbild.

1785 starb Napoleons Vater an Magenkrebs und Napoleon übernahm die Rolle des Familienoberhauptes, obwohl er noch einen älteren Bruder Joseph hatte.

Mit 16 Jahren bereits erlangte Napoleon das Offizierspatent.

Er war immer wieder in Frankreich zu militärischen Ausbildungen kehrte dann aber auch wieder nach Korsika zurück um dort Karriere zu machen.

1789 erfolgte die Französische Revolution, die Napoleon begrüsste.

In erster Linie dachte er, dass sie sich positiv auf die Lage in Korsika auswirke. Darum versuchte er politisch in seiner Heimat Fuss zu fassen. Er war in Freiheitskämpfe auf See verwickelt, die erfolglos blieben, so musste er und seine Familie sich ins Exil nach Frankreich begeben. Er diente sich in Paris an und wurde mangels militärisch ausgebildeter Männer, schnell als Vorgesetzter in der Armee eingesetzt.

Als er sich in Joséphine de Boharnais, die einiges älter war als er, verliebte, tat ihm diese Verbindung auch den Einlass in die Pariser Gesellschaft auf. Er heiratete Joséphine, doch leider blieb die Ehe kinderlos.

1796 war er als Oberbefehlshaber auf dem Italienfeldzug, wo er siegreich aus der Schlacht kam. Die ihm unterstellten Generale mussten sich eingestehen, dass der junge Napoleon ein guter Führer war, er hatte einen guten Draht zu den Soldaten und begeisterte mit seinen Ansprachen die Menschen. Ebenso verstand er etwas von Kriegsführung, darum war er erfolgreich und kam mit grossen Ehren nach Paris zurück.

1798 landete Napoleon mit seiner Armee in Ägypten, zum Ziel der Eroberung. Er musste dann nachdem seine Versorgungsschiffe versenkt wurden einige Zeit mit der französischen Armee in Ägypten bleiben und hatte verschiedene Reformen eingeführt und u. a. das Institut d’Egypte gegründet. In kleineren Gefechten war seine Armee zwar siegreich, doch durch die Pest war die Armee geschwächt und die Eroberungsfeldzüge mussten abgebrochen werden und er zog sich wieder nach Frankreich zurück.

1799 wurde Napoleon durch einen Staatsstreich in den Unruhen von Frankreich der Erste Konsul der Französischen Republik eingesetzt. Nach einer Volksabstimmung wurde er 1802 als Konsul auf Lebenszeit gewählt.

1804 wiederum durch eine Volksabstimmung wurde der Napoleon die Kaiserwürde angetragen und er krönte sich selber in Notre Dame de Paris, in Anwesenheit Papst Pius II, zum Kaiser, dies war ein Affront an die Kirche und völlig unüblich.

1805 Europa wurde neu gebildet und Mailand wurde Napoleon zum König von Italien gekrönt.

Dies führte zu Konflikten in Europa und Russland verbündete sich mit Grossbritannien, Schweden und Neapel. Sie wollten die Expansionsgelüste von Napoleon eindämmen und so kam es dann zum Blitzkrieg gegen Österreich und die Schlacht von Elchingen, wo Napoleon dann kampflos die Stadt Wien in seinen Besitz nehmen konnte.

Am 2. Dezember 1805 Bei Austerlitz gewann Napoleon die Schlacht gegen Österreich und Russland.

1806 wurde aus 16 Ländern der Rheinbund gegründet. Napoleon führte ihn an und diese Staatengemeinschaft sollte eine politische Führung und militärische Macht sein. Die Gesetze wurden zentralistisch geführt und ein erstes Bündnis von den Deutschen Staaten und Frankreich waren als Vorgänger der heutigen EU gebildet.

Inzwischen haben die Preussen ein geheimes Bündnis mit Russland gebildet, Napoleon wurde aufgefordert seine Truppen hinter den Rhein zu ziehen. Dies erachtete er als Kriegserklärung und die erste Schlacht in Jena Richtung Berlin wurde gewonnen und die preussische Armee geschlagen. Jetzt rückte Napoleon weiter nach Russland vor.

1806/1807 annektierte er Polen und fast ganz Kontinentaleuropa war nun unter direkter oder indirekter Kontrolle Napoleons. Gegen das weiter feindlich gesinnte Großbritannien verhängte Bonaparte mit der Kontinentalsperre einen europaweiten Handelsboykott. Am 7. Juli schlossen Frankreich, Russland und Preußen den Frieden von Tilsit.

Napoleon war am Höhepunkt seiner Macht angelangt, entwickelte sich immer mehr zum Despoten und hatte den Einfluss im Volk verloren, die immer noch von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit träumten.

1810 liess sich Napoleon von Josephine scheiden und heiratete Marie-Luise von Habsburg, die Tochter des österreichischen Kaiser Franz I. Aus dieser Ehe entstand dann 1811 der ersehnte Thronfolger Napoleon der II.

Russland war aus finanziellen Gründen nicht mehr bereit das Boykott gegenüber Grossbritannien aufrecht zu erhalten.

1812 Der Russlandfeldzug.
Es erfolgte der Einmarsch der Französischen Truppen mit 450 000 Soldaten in Russland. Hier hatte Napoleon und seine Truppen das Gelände, die unendlichen Weiten und der stetige Rückzug der russischen Armee aufgerieben. Es kam der Winter, der Nachschub war unterbrochen, die Dörfer, die Napoleon mit seinen Truppen durchzog waren abgebrannt. Napoleon traf aber noch in Moskau ein, doch die Stadt wurde abgebrannt, wahrscheinlich von den Russen selbst. Bei Beresina wurde die Grande Armee geschlagen und Napoleon musste sich mit nur noch 18000 Soldaten zurückziehen.

1814 Diese Niederlage nahm die Macht von Napoleon, seine Verbündeten lösten sich von ihm und er wurde vom Senat gezwungen im April 1814 abzudanken. Er unternahm noch einen missglückten Suizidversuch und wurde dann auf die Insel Elba verbannt.

Am 1. März 1815 Durch Agenten erfuhr er von der weit verbreiteten Unzufriedenheit in Frankreich und kehrte dadurch ermutigt zurück. Die Soldaten, die ihn aufhalten sollten liefen zu ihm über und Napoleon übernahm erneut die Macht in Frankreich. Aufgeschreckt durch die Ereignisse kam es zur Allianz von Preussen, Österreich, Grossbritannien beim Wiener Kongress.

18. Juni 1815


Ein erneutes kriegerisches Aufeinandertreffen erfolgte und es kam zu der Schlacht bei dem belgischen Waterloo, wo er die britische Armee von General Wellington angriff. Die preussische Armee von General Blücher traf rechtzeitig ein und Napoleon wurde erneut geschlagen.

Hier endete die Herrschaft von Napoleon, und er wurde endgültig 15. Juli 1815 nach St. Helena verbannt.

Dort verstarb er 52jährig, wahrscheinlich an den Folgen von Magenkrebs am 8. Mai 1821.

Bericht Anita, 4. März 2017

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Im Hintergrund zu Hhören Tschaikovskys Overtüre 1812 welche der Schlacht gegen die Russen „beschreiben“ soll.