WARUM WERDERN MEINE ARME KÜRZER?

Warum ab 50 die Arme zu kurz werden – oder warum wir dann eine Lesebrille brauchen…

„Will man der Alterssichtigkeit entgehen, muss man jung sterben“. Wolfgang Goethe

 Der Mensch besitzt zwei Fotokameras, die Augen.

 

 

 

Dadurch können wir unsere Umwelt wahrnehmen. Das Auge besitzt die Fähigkeit, durch eine bewegliche Linse Gegenstände ganz nahe oder ganz weit klar zu sehen. Zudem ist es dem Menschen möglich räumliche Distanzen, oder 3D zu sehen, dafür benötigt er beide Augen

 

 

Die Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist eine durch den normalen Alterungsprozess entstehende Fehlsichtigkeit, welche ausnahmslos jeden Menschen trifft. Ab ca. 45 Jahren kann man nicht mehr gut in die Nähe sehen, d.h. man muss z.B. beim Lesen einen Text weiter weghalten, oder man braucht viel mehr Licht zum Lesen.

Ein junger Mensch kann problemlos beim Lesen in die Nähe das Auge scharf einstellen (fokussieren). Dies geschieht durch die Anspannung innerer Augenmuskeln, welche die elastische Linse verformen und somit die Brechkraft des Auges erhöhen. Man nennt diesen Vorgang auch Akkommodation.

Diese Akkommodationsfähigkeit nimmt wegen dem Elastizitätsverlust der Linse mit dem Alter stetig ab. Dies beginnt bereits etwa im Alter von 10 Jahren; bemerkt wird es aber in der Regel erst zwischen dem 45. und 50. Altersjahr

Das Auge funktioniert wie ein Fotoapparat, ist aber in seiner Funktion jedem Fotoapparat bei Weitem überlegen.

Dazu müssen wir wissen wie ein Gegenstand den wir sehen, im Auge abgebildet wird.

Das Licht tritt durch die Hornhaut und die Pupille, die wie eine Blende funktioniert, ein und wird durch die Linse gebrochen und auf der Netzhaut kopfüber abgebildet. Das «verkehrte» Bild wird dann über den Sehnerv weitergeleitet und im Hirn wieder richtig eingestellt.

Die Pupille nimmt das Bild/Licht auf und die Linsen können sich so verformen, dass wir in der Nähe scharf sehen. So machen spezielle Muskeln (Ziliarmuskeln) an der Linse, dass sie dick wird, für die Nähe, oder dünn für das Sehen in die Weite. (Akkomodation)

https://de.wikipedia.org/wiki/Akkommodation_(Auge)

Jetzt ist es im Alter so, dass die Linse ihre Elastizität langsam verliert und die wahrgenommenen Bilder (der Brennpunkt) werden nicht mehr präzis auf der Netzhaut abgebildet, sondern etwas dahinter und so entsteht die Altersichsichtigkeit. (Presbyopie)

Es muss also eine Brille angepasst werden.

Eine Linse (Brille) vor dem Auge, ermöglicht, dass die Brechung des Lichts verändert wird. Mit der vorgesetzten Linse wird das Bild wieder haargenau auf der Netzhaut abgebildet und man sieht wieder klar. Der Optiker misst genau aus, wie die Linse beschaffen sein muss, damit die Sehkraft optimal erreicht werden kann.

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Anita 1. September 2017