WIE ENTSTEHT EINE WOLKE

Film aus dem Archiv vom 11. September 2016

Ist es nicht schön, wie vor allem im Sommer Wolken entstehen?

Doch wie entsteht überhaupt eine Wolke?

Bericht des Aeugster Athmosphörenphysikers Dr. Willi Schmid, Meteoradar.ch

Wie entsteht überhaupt eine Wolke?

Eine Wolke entsteht durch Auskondensieren des überschüssigen Wasserdampfes in Form von kleinen Wolkentröpfchen. Als Wasserdampf bezeichnet der Meteorologe Wasser als Gas: eine Ansammlung von frei beweglichen, unsichtbaren Wassermolekülen. Die Zahl dieser Wassermoleküle ist begrenzt. Je kälter die Luft, umso weniger Wassermoleküle finden Platz. Kühlt die Luft ab, kann es also passieren, dass die „überschüssigen“ Wassermoleküle sich finden, aneinander haften bleiben und so kleine Wolkentröpfchen bilden, welche dann als Wolke oder Nebel sichtbar werden.

Und wie kühlt sich die Luft ab?

Zum Beispiel Nachts durch Abstrahlung von Wärme in den Weltraum, es bildet sich Bodennebel. Oder die Luft steigt in die Höhe, dehnt sich aus, der Luftdruck sinkt, ebenso die Temperatur. Verschiedenste Wolkenformen, auch Niederschlag jeglicher Art gehen auf das Konto von aufsteigender Luft. Umgekehrt kommt es bei absinkender Luft zu Wolkenauflösung und schönem Wetter, zum Beispiel im Bereich eines Hochdruckgebietes.

LIVE WEBCAMFILM
METEO AEUGST, Meteoradar.ch

  • Oder wenn die Wolke angreift… 16. Oktober 2016 um die Mittagszeit. Am Vormittag schönstes Wetter dann hat sich der Nebel auf 700 und mehr Meter hochgezogen und anschliessend aufgelöst. Der Kurzfilm hier zu sehen.

Wir kennen verschiedene Wolken.
(Das Bild ist auf Wikipedia zu finden, GENIAL)

wolken_01

  • Zirrenwolken welche sich in grosser Höhe befinden (um die 10’000 Meter)
  • Kumuluswolken
  • Altokumuluswolken welche von ca 2000 Metern bis eit über 10’000 Meter zeigen

Bericht von Dr. Willi Schmid, Meteoradar.ch 10. September 2016

Ergänzungen nach dem Anlass der METEO SCHWEIZ vom 19. Februar 2017 im Landesmuseum Zürich:

Wenn ich denke, dass in einem Rack 190 Grafikkarten die Wettermodelle berechnen und dass wenn sich nur einer der vielen Parameter verändert, was das zum Schluss für ein Resultat ergibt, dann bin ich erstaunt wie genau die Wetterdaten sind.

 

Bild: Hr. Stoller der METEO SCHWEIZ mit mir am Wetterpult.

So kommt es vor, dass diese ab und zu eben total daneben liegen, vor allem bei Langzeitprognosen.

  • Das Bundesamt für Meteorologie, METEO SCHWEIZ beschäftigt per heute 200 Mitarbeiter, wovon 70 Meteorologen sind
  • Der ETAT liegt bei jährlich CHF 80 Mio. CHF.
  • Die Aufgaben bestehen im Wesentlichen in der nationalen Wettervorhersage
  • Austausch von Wettermodelldaten international
  • Klimawandelforschung
  • Meldungen von Naturgefahren direkt an die Polizei und Feuerwehr

Wenn ich denke, dass in einem Rack 190 Grafikkarten die Wettermodelle berechnen und dass wenn sich nur einer der vielen Parameter verändert, was das zum Schluss für ein Resultat ergibt, dann bin ich erstaunt wie genau die Wetterdaten sind.

So kommt es vor, dass diese ab und zu eben total daneben liegen, vor allem bei Langzeitprognosen.

„Cosmo“, das Programm welche all diese Parameter zusammenfasst, bildet die ganze Atmosphäre zwischen den Pyrenäen und Ungarn in 1km3 Würfel ab, im 3Sekundentakt werden in diesen Würfeln Temperatur, Rel. Feuchtigkeit, Druck, Wind und Wasser in flüssiger oder fester Form gemessen. Dann werden die Daten gerechnet und daraus eine Prognose erstellt. Da es ein nichtlineares System ist, ist es dementsprechend auch fehleranfällig.

Messinstrumente gestern und heute.

Das grosse im „Glaskasten“ ist ein Dosenbarometer mit Aufzeichnungsmöglichkeit.

Wie ein moderner Barometer aussehen kann zeigt Hr. Stoller rechts im Bild.

Mehr über den Barometer können Sie hier erfahren.

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