JUPITER

Jupiter ist der grösste Planet in unserem Sonnensystem. Er ist so gross, dass die Erde mehr als 1000 mal hineinpassen würde! Obwohl er mehr als 600 Millionen Kilometer von uns entfernt ist, erscheint er uns am Himmel dennoch als helles und auffälliges Objekt.

Der Jupiter ist rund zwölf Jahre unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Er ist der größte und massereichste Planet unseres Sonnensystems: 318 Mal schwerer als die Erde und übertrifft mit 142.800 Kilometern Äquatordurchmesser den Erddurchmesser um das Elffache. Rund 1300 Erdkugeln hätten im riesigen Gasleib des Jupiterglobus Platz.

Entdeckt im Jahre:
Entdeckt von:
Mittlere Dichte:
Temperatur:
Umfang:
Grösse:
Distanz zur Erde: 0 Kilometer

Wenn die Venus die wir in der Schweiz auch Abigstern nennen nicht sichtbar ist, ist Jupiter der hellste Lichtpunkt am Himmel. Die Römer benannten ihn sogar nach ihrem Hauptgott – Jupiter, welcher uns aus griechischen Sagen auch als Zeus bekannt ist. Sie ahnten wohl schon, dass Jupiter der Mächtigste aller Planeten ist. Jupiter dreht sich in nur knapp 10 Stunden einmal um sich selbst. Das führt dazu, dass sich seine Atmosphäre verformt. Er ist in der Mitte deutlich dicker als an den Polen! Schon in kleinen Teleskopen ist zu erkennen, dass Jupiter breiter als hoch ist.

In seiner Atmosphäre sind Streifen zu erkennen, die ziemlich parallel zum Äquator verlaufen. Sie bestehen aus unterschiedlichen Gasen wie Ammoniak und Schwefel und sind deshalb farblich gut voneinander zu unterscheiden. Die Streifen bleiben über lange Zeit erhalten und verwirbeln an ihren Rändern miteinander. Wer Jupiter regelmäßig beobachtet, wird feststellen, dass sich die Streifen allmählich verändern, sowohl in ihrer Ausdehnung als auch in ihrer Farbe.

Die vier bekanntesten Jupitermonde…

Io:
Ios Oberfläche unterschiedet sich gravierend von denen aller anderen Körper im Sonnensystem. Dies war eine sehr grose Überraschung für die Wissenschaftler der Voyager-Missionen nach deren erster Annäherung. Man hatte erwartet, Einschlagskrater wie auf anderen terrestrischen Körper sehen zu können, nach deren Anzahl pro Fläche man das Alter der Oberfläche Ios schätzen wollte. Es gibt aber nur sehr wenige Einschlagskrater, wenn man überhaupt welche findet. Folgerichtig ist diese Oberfläche extrem jung.

 

Ganymed:
Auf Ganymed, dem grössten Mond des Sonnensystems, gibt es mehr Wasser als auf der Erde. Zu diesem Ergebnis kommen nun Forscher, die aus der Ferne den unterirdischen Ozean des Jupitermondes untersucht haben.

Mithilfe des Weltraumteleskops Hubble hat die NASA den „bislang besten Beweis“ für einen unterirdischen Salzwasserozean auf dem Jupitermond Ganymed gefunden. Das erklärte die US-Weltraumagentur und ergänzte, dass dieser wohl mehr Wasser enthalte als alle Gewässer der Erde zusammengenommen. Die Forscher gehen demnach davon aus, dass der Ozean unter der 150 Kilometer dicken Eisschicht 100 Kilometer dick sei, zehnmal so tief wie die Ozeane der Erde. Das habe eine Analyse der Polarlichter ergeben.

Ganymed ist der grösste Mond in unserem Sonnensystem und der einzige mit einem eigenen Magnetfeld. Das sorge für Polarlichter, also quasi Gürtel geladener Teilchen um die Nord- und Südhalbkugeld des Mondes. Die würden nicht nur von Ganymeds Magnetfeld beeinflusst, sondern auch von dem des Gasgiganten Jupiter. Das wiederum würde in einem salzigen Ozean unter der Oberfläche ein weiteres Magnetfeld anregen, das im Zusammenspiele mit Ganymeds eigentlichem Magnetfeld die Polarlichter quasi unterdrücken würde. Genau diesen Effekt habe man nun beobachtet und darüber auf die Eigenschaften des unterirdischen Wasserreservoirs geschlossen.

Europa:
Europa war eine phönizische Prinzessin, die von Zeus, der die Gestalt eines weißen Stieres angenommen hatte, nach Kreta verschleppt wurde und durch ihn Mutter von Minos wurde.
Europa und Io ähneln in ihrer groben Zusammensetzung erdähnlichen Planeten: Sie bestehen hauptsächlich aus Silikatgestein. Europa besitzt im Gegensatz zu Io eine dünne Schicht aus Eis. Neuere Ergebnisse der Sonde Galileo weisen auf eine geschichtete Struktur mit einem möglicherweise kleinen metallischen Kern hin.

Aber Europas Oberfläche ist mit nichts im Inneren des Sonnensystems vergleichbar. Sie ist extrem eben: nur wenige Oberflächenstrukturen von mehreren hundert Metern wurden bisher entdeckt. Die hervorstechenden Details scheinen nur kontrastierte Flächen oder kleine Unebenheiten zu sein.

Kallisto:
Kallisto hat einen Durchmesser von 4821 Kilometern und ist damit der drittgrösste Mond im gesamten Sonnensystem (nach Ganymed und Titan von Saturn).

Er ist nur eine Winzigkeit kleiner als der Planet Merkur. Für eine Runde um Jupiter braucht er 16,7 Tage. Kallisto dreht sich in 16 Tagen 16 Stunden und 32,2 Minuten um die eigene Achse und zeigt damit wie die übrigen inneren Jupitermonde eine gebundene Rotation.

Auch Kallisto ist ein Eismond, die Eiskruste ist etwa 200 Kilometer dick. Darunter könnte sich ein Ozean aus Salzwasser befinden. Der Kern besteht aus Eisen und Gestein und sogar zum Teil aus Eis, was sehr ungewöhnlich ist. Das Eis an der Oberfläche ist ziemlich schmutzig. Kallisto hat in den letzten paar Milliarden Jahren viel Staub und Gesteinsbröckchen aus dem All eingesammelt, die sich im Eis ablagerten. Das Rückstrahlvermögen ist nur gering, Kallisto erscheint uns daher recht dunkel.

Der Fim über den Jupiter und seine Monde können Sie hier sehen.

Marco, HB9ZCW 6. Januar 2017